Finanzbericht 2012/2013

Omid-e Punjab hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2012/2013 veröffentlicht. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:

Finanzbericht '12/'13, zum Vergrößern auf das Bild klicken

Finanzbericht ’12/’13, zum Vergrößern auf das Bild klicken

Im Verlauf des Jahres 2012 konnten wir €2.248 an Spenden einwerben. Zusätzlich nahmen wir €192 Mitliedsbeiträge ein. Davon wurden €1.000 an das Behindertenheim in Pakistan ausgezahlt. €283 wurden für die Finanzierung unserer Website, des Spendenkontos, und den Druck von Flyern verwendet. Auf unserem Spendenkonto verblieben €1.156, dieser Betrag wurde auf das Jahr 2013 überschrieben. Der größte Teil an Verwaltungskosten wurde durch Mitgliedsbeiträge abgedeckt. Lediglich 4.1% aller eingehenden Spenden wurde für Werbematerialien, Website etc. verwendet.

Für das Jahr 2013 sehen die Zahlen wie folgt aus: Bis zum Stichtag 19.07. 2013 sammelten wir €4.865 an Spenden, sowie €192 an Mitgliedsbeiträgen ein. Zusammen mit den auf unserem Konto verbleibenden Spenden aus dem Jahr 2012 konnten wir diesen Sommer €5.728 an unser Projekt in Pakistan weiterreichen. Lediglich €219 wurden verwendet, um laufende Ausgaben für unseren Verein abzudecken. €266 verblieben als Puffer auf unserem Spendenkonto. Damit wurden im Jahr 2013 nur 1.04% aller eingehenden Spenden für die Abdeckung von Verwaltungskosten verwendet. Rund 99% aller Spenden gingen direkt nach Pakistan und kamen Menschen zugute, die diese Hilfe dringend brauchen! Die Spendengelder wurden dort für den Bau von drei Solaranlagen, eines high-tech Wasserfiltersystems, sowie die medizinische Weiterbildung der Pflegerinnen vor Ort verwendet.

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Helfen Sie mit!

Heimbewohnerin Sumera

Heimbewohnerin Sumera

Unterstützen Sie unsere Arbeit in Pakistan.    

Omid-e Punjab e.V.
Evangelische Kreditanstalt Kassel
Kontonummer: 290 130
BLZ: 520 604 10

 

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Kühlende Sonnenkraft

In heißen Sommernächten ist es vor allem für die Einwohner der überfüllten Vororte von Lahore/Pakistan schwer, Schlaf zu finden. Dort dauern die allgegenwärtigen Stromausfälle manchmal die halbe Nacht. Sobald der Deckenventilator nur ein paar Minuten still steht, erwacht man schweißgebadet. Weder Büsche noch Bäume bieten inmitten von Häusermassen und urbaner Tristesse Schutz vor der Hitze. Niedrige Decken und Betonmauern verhindern, dass sich die Wohnhäuser in der Nacht abkühlen.

Simon und ein Heimbewohner unter einem der neuen Ventilatoren

Simon und ein Heimbewohner unter einem der neuen Ventilatoren

Das „Haus der Wunder“, unser Heim für Menschen mit geistiger Behinderung, liegt in einer solchen Gegend am Stadtrand von Lahore. Für die neunzig Frauen und Männer im Heim waren die Nächte im Sommer bislang nicht nur schwer zu ertragen, sondern oft sogar gefährlich. In den Schlafsälen stieg die Temperatur mitunter bis auf 40 Grad Celsius. Im Sommer 2012 erlagen fünf Bewohner einem Hitzeschlag. Seit diesem Jahr hat sich die Lage vor Ort jedoch grundlegend verbessert. Dank der Unterstützung unserer Spender und der fachmännischen Hilfe eines britischen Ingenieurs konnten wir zwei Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Heims installieren. Sie produzieren täglich zwölf Stunden zusätzlichen Strom. In den Wohntrakten der Männer und Frauen ersetzen nun effiziente LEDs die alten Glühbirnen. Energiesparende Deckenventilatoren helfen ebenfalls, den Energiebedarf zu senken. Dank der neuen Solaranlagen laufen sie die ganze Nacht hindurch – und sorgen so für einen ruhigen, sicheren Schlaf aller Bewohner.

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Fotoausstellung an der Universität Princeton

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass wir durch unsere Ausstellung „Ein Haus der Wunder – Fotografien aus Pakistan“ über 900 Euro an Spenden für unser Hilfsprojekt sammeln konnten. Alle Spenden werden direkt und ohne Abzüge an das Behindertenheim in Lahore übermittelt.House of Wonders

Die Ausstellung war vom 26. März bis 18. April 2013 an der Universität Princeton zu sehen und wurde von einem Vorstandsmitglied unseres Vereins, Maria-Magdalena Fuchs organisiert. Maria und ihr Mann Simon sind beide Doktoranden in Princeton. Ihre Forschung befasst sich mit der Geschichte Südasiens. Nach einem Aufenthalt in Lahore/Pakistan im Sommer 2011 initiierten sie die Gründung von „Omid-e Punjab e.V.“

Die Fotoausstellung zeigte Bilder der pakistanischen Künstlerin Myra Iqbal. Mit nur 24 Jahren ist Myra schon eines der vielversprechendsten kreativen Talente ihres Landes. Die hauptberufliche Journalistin hat sich zur Aufgabe gesetzt, das Leben von Menschen am Rande der Gesellschaft zu dokumentieren. Im Februar dieses Jahres besuchte Myra unser Heim für Menschen mit geistiger Behinderung, um dort Aufnahmen zu machen. Ihre Fotografien respektieren die Würde des Einzelnen und lassen dessen individuelle Lebensgeschichte zu Wort kommen. Myra möchte jedoch nicht nur die bestehenden Zustände dokumentieren, sondern auch Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermitteln. Mit ihrer Zustimmung haben wir am Ende der Ausstellung einige der Fotodrucke verkauft. Alle Einnahmen aus dem Verkauf spendete Myra direkt an das „Haus der Wunder“ in Lahore.

Im Folgenden finden Sie eine Gallerie mit Impressionen aus der Ausstellung. Myra Iqbals Website ist unter diesem Link erreichbar: http://myraiqbal.tumblr.com

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Hoffnung für den Punjab

Im August 2012 besuchte ich erneut unser Hilfsprojekt in Lahore, das Dar ul-Karishma. Der Name bedeutet „Haus der Wunder“ und es übersteigt in der Tat die Vorstellungskraft, wie die Pflegerinnen im Behindertenheim unter schwierigsten Umständen ihre Arbeit leisten. Home for disabled in Pakistan 1Das fängt schon mit der Anfahrt durch die engen Straßen des Slums an, der das Heim umgibt. Vor der letzten Kurve stand das Abwasser ungefähr einen halben Meter hoch. Der Rickschafahrer weigerte sich, durch die graubraune Masse hindurchzufahren, hatte er doch verständlicherweise Angst, dass sein Gefährt dabei beschädigt werden würde. So legte ich die letzten fünfzig Meter zu Fuß zurück, bis zu den Knien in übel riechendem Schlamm watend.
Im Heim angekommen, setzte ich mich mit der Leiterin des Dar ul-Karishma, Schwester Anna Maria, in der Küche zusammen und folgte ihrem Bericht über die Arbeit der letzten Monate. Die 82 Jahre alte katholische Schwester aus Malta war der Erschöpfung nah. Seit zweieinhalb Tagen am Stück hatte das Heim keinen Strom. Ein Transformator auf der Straße war explodiert und bisher hatte sich niemand in der Stadtverwaltung darum gekümmert, ihn zu reparieren. Zu Ehren meines Besuches wurde schließlich der Generator angeworfen, damit zumindest der Deckenventilator lief – ein Luxus, den sich die Home for disabled in Pakistan 2Schwestern aufgrund der hohen Dieselkosten nur selten gönnen. Bereits Anfang Mai setzt in Lahore meist die Sommerhitze mit täglich bis zu 40 Grad im Schatten ein. Seit diesem Zeitpunkt waren fünf Behinderte an Hitzeschlag oder Herzstillstand gestorben, weil die Pflegerinnen sie nicht kühl halten konnten.

Eine stabile Energieversorgung zu garantieren hat deshalb im Moment höchste Priorität. Ich erzählte Schwester Anna Maria von den Erkundigungen unseres Vereins bei verschiedenen Solarfirmen. Wir hoffen, das eine dieser Firmen sobald wie möglich das Heim besuchen und einen Energiebericht samt Kostenvoranschlag für eine Solaranlage erstellen kann. Außerdem überreichte ich Schwester Anna 650 Euro an Spendengeldern, die wir an der Universität Oxford gesammelt haben. Mit den Spendengeldern werden neue Decken, Bettwäsche und warme Kleidung für den Winter gekauft. In der kalten Jahreszeit kann die Temperatur in Lahore bis auf 5 Grad Celsius sinken, und es gibt im gesamten Wohnheim keine Heizung.
Schwester Anna und ihre Mitarbeiterinnen zeigten mir auch den hauseigenen Garten, in dem sie frisches Obst und Gemüse anpflanzen – eine grüne Oase in einem Stadtviertel, das von Plastikbeuteln und anderem Müll übersät ist. 04 Behindertenheim PakistanAls wir die Bewohner in den Wohntrakten besuchten erkannte ich viele Gesichter vom letzten Jahr wieder. Die Männer und Frauen konnten sich ebenfalls an mich erinnern und fingen an zu tanzen und zu singen, als ich sie besuchte. Welch ein Ausdruck von Lebensfreude und Hoffnung angesichts solch schwieriger Umstände!

Vielen Dank für eure Unterstützung! Mit herzlichen Grüßen aus Lahore – euer

Simon (mit Maria, Ekatharina, Thomas, Angela, Torsten, Lukas und Alex)

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